© 2019 by Roman Frankl

 vita 

183 cm   |   Augen: Blau   |   Haare: ... schwer zu sagen

Das war das Ende des berühmten, polnischen, warmen Winters 1954 und gleichzeitig  auch der Anfang des nicht weniger bekannten kalten Krieges, als Roman Frankl den ersten Versuch unternommen hatte, auf die Welt zu kommen. Es gelang ihm nur halbwegs. Aber irgendwie doch.

Mit einem Jahr hat er angefangen zu sprechen und das in einer Sprache, die nicht gerade zu den leichtesten zählt. 

Mit 3 Jahren fing er an sich im Sommer auf der Wasser- und im Winter auf der Schneeoberfläche zu halten. 

Mit 5 Jahren quälte er zum ersten Mal das Klavier seines Großvaters, der kurz danach verstarb. 

Mit 6 hat er angefangen die Schule nicht zu mögen.  

Mit 14 komponierte er seine ersten Lieder.

Mit 18 stürzte er sich in die Welt des Theaters als Student der Staatlichen Höheren Theaterschule in Krakau. 

Mit 22 war er plötzlich Magister der Kunst, was auch immer das heißen mag.

Danach begann ein, mit nichts vergleichbarer, 8 Jahre dauernde und großartiger Abschnitt seines Lebensabenteuer: Dramatisches Theater in Warschau. Gleichzeitig passierten Film- Kabarett- und TV-Auftritte.

Mit 23 Jahren bekam er eine eigene TV-Show: „The Man For All Seasons“.  

Mit 24 nahm er seine erste Langspielplatte auf. 

Mit 26 fing er an zu heiraten.

Mit 27 sich scheiden zu lassen. 

Mit 30 traf er die Entscheidung seine Heimat zu verlassen, was dazu führte, dass er Deutsch zu sprechen, zu verstehen und zu schreiben gezwungen wurde. Eine Sprache, die auch nicht zu den einfachsten zählt.

Trotz der – unter diesen Umständen - fast aussichtslosen Situation hat er bald wieder Theater gespielt, womit er auch die nächsten 35 Jahre unermüdlich sein Geld verdiente.  

Mit 32 tat er wieder das, was er schon mit 26 getan hat. 

Mit 33 wurde er zum ersten Mal Vater: Jan.

Mit 38 zum zweiten Mal: Mark.

Mit 45 fing er an zu schreiben… und zu schreiben… und zu schreiben.

Mit 60 tat er wieder das, was er schon mit 27 getan hat.

Mit 60,5 hat er angefangen glücklich und gelassen zu sein.

Mit 63 wurde er zum ersten Mal Opa: Levi.

Mit 64 tat er wieder das, was er schon mit 26 und 32 getan hat.

Im gleichen Jahr wurde er zum zweiten Mal Opa: Lilly. 

Mit 65 kam plötzlich, aus dem Nichts die erste Pensionsüberweisung auf sein Bankkonto.

Einen Tag später hat er das Geld ausgegeben.

Und jetzt?... Jetzt ist er als Schauspieler und Autor so schwer im Einsatz, dass er wahrscheinlich auf der Bühne stirbt.